Krümels RWE-Blog - Übersicht
Hinterm Horizont...
von Krümel am 18. January 2012
Nun auch zu dem versprochenen Bericht über das Musical. Mit sehr gemischten Gefühlen habe ich, dies bezüglich, die Reise angetreten. Neugier auf der einen Seite, Ungewissheit auf der anderen. Aber, wie ihr sicherlich aus dem Vortext entnommen habt, es hat mir gut gefallen.
Eine Geschichte über einen Alkohol konsumierenden Altrocker zu schreiben, das war nicht der Inhalt, der mich pauschal hinter dem Ofen vorlockt. Auch die Musik vom Udo Lindenberg ist nicht in meiner Favoritenliste weit oben angesiedelt. Aber dennoch war und bin ich begeistert. Diese Theaterstück schafft es Geschichte, Schauspiel und Musik so zu verbinden, dass wirklich ein Stück angenehme Unterhaltung dabei herum kommt. Die größte Leistung des Werkes war aber die Tatsache, dass es die Macher geschafft haben, die Enge, welche durch die Berliner Mauer ausgestrahlt wurde und durch die Stasi manifestiert wurde, eindrucksvoll nachvollziehbar zu machen. Man kann die Gefühle des republikflüchtigen Bruders der Hauptdarstellerin nachvollziehen. Man hat scheinbar auch einen Blick in die Gedankenwelt des Udo Lindenberg und damit ist dieses Musical tatsächlich ein anschauliches Stück deutsche Einheit. Ich weiß gar nicht, welche Superlative man noch verwenden sollte, aber auf jeden Fall sollte jeder Schüler im Geschichtsunterricht dieses Meisterwerk sehen. Unterricht zum anfassen sozusagen.
Auch wenn ich nicht dafür bezahlt werde (warum eigentlich??), kann ich das Musical Hinterm Horizont, im Theater am Potsdamer Platz, nur wärmstens empfehlen. Ich würde auch jedem zurufen: "Leute schaut euch das an". Nun aber genug der lobenden Worte, ich lass die Erinnerung daran noch ein wenig auf mich wirken.
In dem Sinne
Hinterm Horizont gehts weiter...
Berlin, Berlin immerwieder Berlin...
von Krümel am 18. January 2012Dass die Bundeshauptstadt immerwieder eine Reise wert ist, das wissen sicherlich die Meisten der Leser hier. Viele Facetten, reichlich Ausflugsmöglichkeiten und auch die Geschmäcker aller Gaumen werden hier verführt. Klar hat diese große Stadt auch Nachteile. Lange Wege und hektische Menschen seien hier nur beispielhaft genannt. Aber dennoch ist der Gesamteindruck positiv.
Mitte Januar 2012 galt es nun für mich, dass ich das Weihnachtsgeschenk für Denise einlöse, sprich die Fahrt nach Berlin, inkl. Besuch eines Musicals. Mit dem ICE nahmen wir die lange Fahrt in den Nordosten Deutschlands auf sich. Nürnberg-Berlin in 5h, vom Komfort her ok, aber zeitlich ist das schlicht zuviel. Klar wird hier die kommende ICE-Verbindung durch den Thüringer Wald etwas Abhilfe schaffen, aber die kommt ja nicht vor 2017. Irgendwann gehen aber auch 5 Stunden Zugfahrt vorbei. Da waren wir wieder, Berlin (Anmerkung: wir waren Ende Oktober 2011 schonmal für 3 Tage hier). Das Hotel haben wir nach einem kleinen, aber feinen Spaziergang, die Spree flussabwärts entlang, auch gefunden. Da war es also, das Hotel Adrema. Ein vier Sterne Haus, direkt an der Spree gelegen. Nach dem freundlichen Check-In im Hotel haben wir das Zimmer in Beschlag genommen und den Fernseher angeschaltet. Schließlich lief eine Fußballübertragung mit RWE-BEteiligung live. Während des Zurechtmachens für den Abend (ihr wisst, der Musicalbesuch) haben wir also die 4 Bayerntore begutachtet und uns über ein volles Steigerwaldstadion gefreut (auch wenn wir 350km weit weg waren). Nun stand der Höhepunkt des Abends an, mit der U-Bahn haben wir uns aufgemacht, zum Potsdamer Platz. Rein in das Theater und die bestellten Karten abgeholt. Zu dem Musical will ich an der Stelle auch nicht viel mehr schreiben, dafür verwende ich einfach einen zweiten Bericht. Es ist es auf jeden Fall wert. Also, Schnitt, statt Sonntag ist nun Montag und wir sind immernoch in Berlin. Das Wetter wurde auch wesentlich schlechter, als am Vortag. Schneeregen statt Sonnenschein. So haben wir das Einkaufszentrum Alexa am Alexanderplatz unsicher gemacht. Die Geschäfte sind sicherlich sehr ähnlich zum Thüringenpark oder anderer Einkaufscenter. Aber die Größe ist imponierend. 3 Etagen voller Geschäfte laden zum bummeln und einkaufen ein. Abschließend gab es noch den obligatorischen Kaffee bei einer amerikanischen Kaffee-Kette. Da ich auch einer gewissen Sammelleidenschaft unterlegen bin, habe ich mir zuzüglich noch eine schicke Tasse dieser Kaffeehauskette gegönnt. (Ach ich liebe Starbucks
). Nun hieß es Abschied nehmen, denn die Zeit hält niemals an. Wir machten uns auf den Weg zum Flughafen Tegel. Zwei Gedanken rangen um meine Aufmerksamkeit. Erstens, der Flughafen Tegel wird geschlossen. Der Landeplatz, fast in Berlins Mitte, wird einem Großflughafen am Rande der Stadt (in Schönefeld) weichen. Und der zweite Gedanke war, wie reagiert Denise auf das Fliegen. Es war ihr erster Flug und dementschrechend angespannt erschien sie mir. Aber, um es vorweg zu nehmen, sie hat es sehr gut überstanden. Also, Ankunft am Flughafen und Orientierung. Unser Flug sollte im Terminal C abgefertigt werden. Das ist eine "kleine" Wellblechhütte am rechten Rand des Hauptterminals. Diese kleine Hütte war entsprechend voll und Menschen tummelten sich überall. Dennoch waren Check-Inn und Gepäckaufgabe schnell erledigt, so dass es zum Flugzeuge spotten auf die Besucherterasse des Airports gehen konnte. Diese Aussichtsmöglichkeit ist schon etwas Besonderes. Denn man ist den Flugzeugen in fast allen Belangen doch sehr sehr nah. Quasi zum anfassen. Hier konnte Denise auch die erste Bekanntschaft mit den Fliegern machen. Sehen, wie Start und Landung ablaufen sowie die Abfertigung am Boden. Ich war fasziniert wie ein kleines Kind, Flugzeuge, Flugzeuge und immerwieder Flugzeuge.
. Aber Kälte und die hereinbrechende Dunkelheit sorgten für erneute Aufbruchstimmung. Also nochmals einen Kaffee trinken (klar bei Starbucks) und dann ab in den Abflugbereich des Terminal C. Nach kurzer Wartezeit stand der Bus bereit, der uns zum Flieger bringen sollte. Einsteigen, Bus fahren und ins Flugzeug steigen. Das war der Plan, das haben wir gemacht. Unser Plätze im Airbus A320 der AirBerlin haben wir auch rasch gefunden, so dass dem Start nicht mehr viel im Wege stand. Das Flugzeug wurde zurück geschoben und es rollte auf die Startbahn. Ich nahm Denise ihre Hand und schon erklommen wir den Himmel über Deutschland. Nach nichteinmal 50 Minuten war das Spektakel vorbei. Und das Beste war, Denise lächelte, also alles in Ordnung. Nun haben wir schnell den Koffer vom Gepäckband geholt (so schnell ging das noch nie) und sind rein in die U-Bahn. Und nichteinmal 2,5h nach dem Abflug in Berlin waren wir wieder da, wo die Reise los ging. Ich hoffe, euch hat der kleine Bericht gefallen.
In diesem Sinne
Sport Frei
Blick vom Hotelfenster:
im Hintergrund kann man schön die Hochhäuser rund um den Bahnhof Zoo/Kuh-damm sehen
Glücklich im Kaffeehaus:
Spotterterasse in Tegel:
Terminal C in Tegel:
Ausblick auf das Vorfeld, aus dem Terminal:
unser Flieger:
Jahresabfliegen 2011 - Sömmerda - Erfurt - Sömmerda
von Krümel am 02. January 2012Jahresabfliegen 2011,
als die viel versprechende Email der Flying Ranch Sömmerda bei mir eintraf, war ich erstmal ratlos. Was ist das, was erwartet mich dabei und wo kann ich mich einschreiben. Ganz klar, die Neugier hat gesiegt.
Am letzten Tag des Jahres 2011 hieß es also: auf nach Sömmerda zum Flugplatz. Außer mir waren noch ca. 30 andere Piloten und Fluggäste anwesend. Die kleine Gaststätte am Flugplatz in Dermsdorf war sehr gut gefüllt. Flugvorbereitung, Maschinen auftanken und ein paar begrüßende Worte des Flugplatzchef, Michael Schunke, standen an, ehe es hieß "aufsitzen"! Das Flugzeug starten, Triebwerkscheck und dann die Meldung "Delta Alpha Papa, abflugbereit, Piste Zwo Fünf". Nach der Starterlaubnis erklommen wir den Himmel über Thüringen und uns im Nacken taten das weitere 10 Flugzeuge sowie 2 Helikopter. Alle mit dem gleichen Ziel, den internationalen Flughafen Erfurt, kurz EDDE. Für die Anwohner muss das geklungen haben, wie ein Bienennest auf Honigsuche, für uns Flieger war es ein großer Spaß. Auch wenn es nur ein kurzer Flug war. Dementsprechend hektisch ging es auch auf der Funkfrequenz des Flughafens Erfurt zu. "Delta-Hotel-Hotel im Endanflug auf die Piste Zwo Acht, Delta-Alpha-Papa im rechten Queranflug zur Zwo Acht, Delta-Papa-Juliett im Gegenanflug" usw.
Die Landebahn war gut genutzt und das Follow- Me Fahrzeug des Flughafens hat einen der hektischsten Tage, in jüngerer Vergangenheit, erlebt.
Nachdem alle elf Flieger wie an einer Perlenschnur aufgestellt waren, kam auch schon der Flughafenbus und brachte uns zum Hangar der Polizeihubschrauberstaffel. Dort stand eine Besichtigung der Helikopter an. Außerdem wurden wir mit Kaffee und Gebäck verköstigt. Die Zeit verging sprichwörtlich wie im Flug. Doch es stand noch ein weiteres Highlight an. Die Besichtigung des Towers am Flughafen. Der Turm ist 43m hoch, die Kanzel schwebt 37m über dem Boden. Die Technik ist auf dem neusten Stand und die Lotsen waren nett und auskunftsfreudig. Wie ein kleines Kind stand ich vor den Geräten. Ich lauschte dem kurzen Vortrag und betrachtete alles haar genau. Aber all diese Worte können nicht beschreiben, welche grandiose Aussicht man von dort oben genießen kann. Nicht umsonst sagen die Towerlotsen, dass sie den schönsten Arbeitsplatz Thüringens haben (ob es der schönste ist, kann ich nicht beurteilen, aber einer der schönsten ist es in jedem Fall).
Aber auch die schönsten Momente haben einen Nachteil, sie gehe irgendwann alle vorbei. Es hieß Abschied nehmen und die kleine Cessna 150, mit samt Fluglehrer, zu entern. Schnell waren alle Checklisten abgearbeitet und wir konnten uns über die Vorfeldgrenze und den Taxiway bis zum Rollhalt Alpha an der Piste Zwo Acht in Erfurt vorarbeiten. Dort hieß es warten. Vor uns noch eine Piper 28 sowie eine Cessna 172, die ebenfalls den Rückweg nach EDBS (für alle die nicht wissen, was das ist, das ist das Kürzel für den Flugplatz Sömmerda) antreten wollten. Hinter uns nur noch die zweite Cessna 150 der Flying Ranch (die Papa-Juliett). Der Start verlief ruhig, trotz leichtem Seitenwind. Der Flug ebenso. Einzig etwas Eile war, wegen aufziehenden schlechten Wetters, geboten. Nach exakt 17 Minuten Flug reihten wir uns in die Platzrunde ein und die Maschine setzte sicher auf die Piste Null-Sieben auf. Ein richtig toller Ausflug ging zu Ende, jetzt blieb den Anwesenden nur noch die Verabschiedung, ehe es der Silvesternacht entgegen, nach Hause ging. Ich hoffe, dies wird 2012 ebenso praktiziert. Nur, dass ich dann kein Flugschüler mehr sein will, dann will ich mit dem Pilotenschein im Portfolio selbst verantwortlich fliegen. Ein bekanntes Lied hat dafür den passenden Text parat: "Über der Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein".
Mit grüßenden Worten und den besten Wünschen für 2012 möchte ich diesen kleinen Bericht beenden.
P.S.
- danke Paul, für die Bilder

- danke an Michael Schunke, von der Flying Ranch, für das Organisieren
- danke an die Polizeihubschrauberstaffel, für die Unterhaltung
- danke an das Team der Towerlotsen für die Besichtigung
- danke an Martino, dass du als Fluglehrer Zeit für mich hattest ;)
- danke an den Flughafen Erfurt, für die unkomplizierte Abfertigung
P.P.S. ein gruß an die anwesenden Spotter auf der Besucherterasse am Flughafen
nur die besten Wünsche
von Krümel am 19. December 2011Ich wünsche allen Lesern an der Stelle ein fröhliches Weihnachtsfest. Verbringt ein paar besinnliche Stunden mit euren Liebsten. Sammelt die Kraft, die es euch schenkt, damit ihr alle nachfolgenden Probleme angehen und lösen könnt.
In dem Sinne
Sport Frei und ein fröhliches Fest... ;)
eine kurze, enttäuschte Derbynachbetrachtung...
von Krümel am 19. December 2011Als ich mich auf dem Heimweg befand, hatte ich ein beschissenes Gefühl im Magen. Es war kalt, es regnete und die Stimmung war am Tiefpunkt angelangt. Unwillkürlich musste ich an den Juli des Jahres zurückdenken. Sommer, Sonne sowie drei Tore auf der richtigen Seite. Aber an diesem Dezembertag war alles anders. Die Derbysieger-Rufe waren zwar unüberhörbar, doch galten sie dem falschen Verein. Wir haben das Derby, verdient, in der 90. Minute verloren. Der Frust sitzt noch immer tief. Planlos, kampflos, mutlos. So kann man dieses Spiel nicht bestreiten. Arrogant, ja so würde ich es beschreiben. Es ist schwer die richtigen Worte zu finden. Es wäre mir ein Leichtes nun in die schlimmsten Beschimpfungen über zu gehen, aber dem weihnachtlichen Gedanken folgend, will ich es friedlich angehen. Viel werde ich daher auch nicht mehr über das Spiel schreiben. Es lohnt einfach nicht. 2012 kann eigentlich nur besser werden.
in dem Sinne
Sport Frei
P.S. anbei noch ein paar persönliche Gedanken, rund um das Spiel:
1. Europapokal
2. Phil Ofusu Ayeh
3. es lebe der Reiseleiter
4. Pyrotechnik ist kein Verbrechen, aber die Verwendung im Rahmen eines DFB-Spieles nicht erlaubt, wer es dennoch tut, ist in meinen Augen kein RWE-Fan, sondern ein billiger Selbstdarsteller











